Zukunft der Arbeit in Industrie 4.0


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So wie sich die Industrie grundlegend wandelt, wird sich auch die Arbeit tiefgreifend ändern.
Neue Qualifikationen, neue Denkweisen, neue Organisations- und Kommunikationsformen werden die Arbeitswelt revolutionieren. Noch ist nicht abzusehen, wie unsere Jobs künftig aussehen werden. Und doch ist es an der Zeit, die neuen Anforderungen abschätz- und beschreibbar zu machen. Daher wurde der Arbeitsgestaltung und der Zukunft der Arbeit bei dem Konzept Industrie 4.0 von Anfang an eine hohe Bedeutung beigemessen. Nur ein umfassender Ansatz macht das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 zu einem strategischen Leuchtturm und einem Leitfaden für die deutsche Innovationspolitik. Klar ist: Eine innovative Gesellschaft braucht eine innovative Industrie, und eine innovative Industrie braucht innovative Arbeitsplätze.

Die Innovationsfähigkeit von Unternehmen hängt eben nicht nur von Budgets für Forschung und Entwicklung, Kooperationen mit externen Forschungseinrichtungen und hochqualifiziertem Personal in den eigenen Forschungsabteilungen ab. Innovationsfähigkeit benötigt auch ein hohes Maß an Kommunikation und Kooperation über alle Funktionsbereiche des Unternehmens hinweg: von der Forschung und Entwicklung über die Konstruktion und Arbeitsplanung bis hin zur Produktion, zum Vertrieb und zum Service. Damit eine solche Kooperation funktioniert und letztlich erst Innovationen schafft, muss sichergestellt sein, dass an allen Arbeitsplätzen dafür förderliche Bedingungen geschaffen werden. Dazu gehören unter anderem Partizipationsmöglichkeiten und Handlungsspielräume, anspruchsvolle Aufgaben, Lernmöglichkeiten bei der Arbeit, Transparenz bezüglich der Arbeitsabläufe auch jenseits des eigenen Arbeitsplatzes und der eigenen Abteilung sowie eine ausgeprägte Informations- und Feedbackkultur. Über diese Bedingungen entscheidet in erster Linie die Organisationsphilosophie des Unternehmens. In zweiter Linie spielen technische Systeme eine Rolle, die in diese Organisationsphilosophie eingebettet sind. Beides – Organisation und Technik – muss gemeinsam mit dem Menschen und seinen Bedürfnissen berücksichtigt werden, wenn die Arbeit in Industrie 4.0 gestaltet wird.

In der Begleitforschung zu „AUTONOMIK für Industrie 4.0“ werden diese Fragen in einem Querschnittsthema behandelt. Zentrale Aufgaben dieses Querschnittsthemas sind:

  • Aufbereitung des Standes von Technik und Wissenschaft durch praxisgerechte Fachpublikationen und Leitfäden
  • Aufbereitung von Beispielen guter Praxis aus den AUTONOMIK-Projekten und darüber hinaus
  • Initiierung, fortlaufende Unterstützung und Moderation des Dialoges zwischen den AUTONOMIK-Projekten zum Thema „Zukunft der Arbeit“
  • Einbindung der Fachcommunitys und anderer Stakeholder, wie etwa Sozialpartner, in diesen Dialog
  • Publikation der arbeitsbezogenen Ergebnisse gemeinsam mit den Projekten

Ziel ist es, dabei zu helfen, den Weg in eine neue Arbeitswelt zu bereiten, die für künftige Generationen prägend sein wird.


 

 
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