GEMINI

Geschäftsmodelle für Industrie 4.0


GEMINI Geschäftsbild
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Kurzsteckbrief

Ziel des Projekts GEMINI sind tragfähige Geschäftsmodelle im Kontext von Industrie 4.0. Das in GEMINI entstehende Instrumentarium ermöglicht den beteiligten Unternehmen und Organisationen, mit Hilfe von Methoden, Prozessen und IT-Werkzeugen individuelle Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen.


Herausforderung

Mit dem Paradigma Industrie 4.0 bahnt sich für produzierende Unternehmen ein grundlegender Wandel in der Natur ihrer Wertschöpfung an. Innerhalb der Möglichkeiten von Industrie 4.0 werden sich Chancen für völlig neue Geschäftsmodelle ergeben. Allerdings ist es für Unternehmen schwierig, die faszinierenden Möglichkeiten, aber auch die Risiken von Industrie 4.0 zu überblicken und innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln. Es besteht Handlungsbedarf zur Unterstützung bei der Entwicklung, Risikoabschätzung und Umsetzung innovativer Geschäftsmodelle für Industrie 4.0. Ziel des Projekts GEMINI sind tragfähige Geschäftsmodelle auf Basis der Chancen, die sich im Kontext Industrie 4.0 ergeben.


Technologien

Den beteiligten Unternehmen und Organisationen wird ein Instrumentarium bereitgestellt, um individuelle Geschäftsmodelle entwickeln und wirtschaftlich betreiben zu können. Ausgehend von einer Geschäftsidee werden allgemeine und Industrie 4.0-spezifische Geschäftsmodellmuster identifiziert (z.B. Fernwartung, Digitalisierung, individuelle Massenfertigung). Diese Muster werden in einer Wissensbasis hinterlegt und zu Erfolg versprechenden Geschäftsmodellen kombiniert. Das musterbasierte Vorgehen erleichtert dabei die Geschäftsmodellentwicklung und erlaubt eine effiziente Einschätzung und Minimierung möglicher Risiken. Die Integration des entwickelten Geschäftsmodells in die unternehmerische Wertschöpfung wird durch einen Operationalisierungsplaner sichergestellt. Zudem wird ein Geschäftsmodellkonfigurator auf der Online-Plattform www.innovations-wissen.de die Erstellung von Geschäftsmodellen für potenzielle Anwender unterstützen. Die Validierung der wissenschaftlich fundierten Methoden erfolgt in Pilotprojekten anhand konkreter Beispiele. Die daraus gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse fließen in die Wissensbasis und das Instrumentarium ein.


Use Case

Im Rahmen von fünf Pilotprojekten werden unterschiedliche Schwerpunkte der Geschäftsmodellentwicklung vertieft. Additive Fertigung (AM) ermöglicht die werkzeuglose Herstellung individueller Bauteile direkt aus CAD-Modellen. Eine B2B-Plattform vergibt diese CAD-Daten und die korrespondierenden Bauaufträge in einem Netzwerk verteilter AM-Maschinen. Cloud-basierte Services für Industrie 4.0 und eine Plattform für integrierte Produktionsnetzwerke sind Gegenstand eines weiteren Pilotprojekts. Neuartige Geschäftsmodelle werden ebenfalls für drei ausgewählte Projekte aus dem Förderprogramm Autonomik für Industrie 4.0 entwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei Vernetzungs- und Dienste-Infrastrukturen für cyber-physikalische Produktionssysteme (CoCoS), wiederverwendbare intelligente Dienste für flexible Roboteranlagen (ReApp) und Systeme zur automatischen Lokalisierung und Inventarisierung von Lagerbeständen mit Hilfe autonomer Flugroboter (InventAIRy).

Konsortialpartner: Universität Paderborn (Konsortialführer), Atos IT Solutions and Services GmbH, CONTACT Software GmbH, Fraunhofer IPT, Ruhr-Universität Bochum, SLM Solutions Group AG, UNITY AG
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